Cluster – Grundlagen
Ein Verbund von mindestens zwei oder mehr Servern, die nach außen hin als ein Computer erscheinen, nennt man Cluster. Sie dienen der Ausfallsicherheit oder Leistungssteigerung. Ein entsprechend geschaltetes System kann, im Falle von Performance-Gründen, die Rechenleistung der einzelnen Computer bündeln und parallel mehrere Aufgaben gleichzeitig bearbeiten. Überforderten Einzelsystemen erhalten so den nötigen Lastenausgleich. Schaltungen dieser Form werden als Aktiv/Aktiv-Cluster bezeichnet.
Generell bieten Aktiv/Aktiv-Cluster den Vorteil der Performancesteigerung. Fällt ein Knoten (Server) im Cluster aus, werden Operationen von den restlichen Rechnern übernommen. Somit wird auch eine gewisse Redundanz auf Kosten der Leistung erkauft. Nachteilig wirkt sich die Skalierbarkeit auf Anwendungen aus. Produkte müssen einen Cluster in der Form unterstützen oder mit großem Aufwand daran anpassen.
Im Falle von Redundanz ist ein Server aktiv, der zweite (oder mehr) befinden sich im Standby, ist also passiv. Diese Schaltung ist auch als Aktiv/Passiv-Cluster bekannt. Fällt der aktive Server aus, übernimmt der passive Rechner diese Aufgaben. Der passive Server wird zum aktiven Server. Anders als beim Aktiv/Aktiv-Cluster müssen Anwendungen Cluster dieser Form nicht unterstützen, das Produkt wird auf einem normalen Server installiert.
Die Kombination beider Techniken sind durchaus möglich. So können mehrere aktive Computer die gestellten Operationen durchführen, während einer oder mehrere passive Rechner sich im Standby-Modus befinden, um im Notfall einzuspringen. Die so erzeugte Redundanz läßt keine Wünsche in Sachen Leistung offen.
Jedoch sind Clustersysteme nicht nur gut, sie sind auch teuer. Im Redundanz-Szenario steht ein Server ohne Funktion möglicherweise jahrelang, ohne auch nur einmal Aufgaben durchgeführt zu haben. Trotzdem laufen Kosten auf wie etwa für das Betriebssystem, Strom, RZ-Gebühren. Rein wirtschaftlich betrachtet wird es da jedem Kaufmann und Betriebswirt Schweiß auf die Stirn treiben. Doch in Zeiten, in denen Systeme wie Mail und File Server als unumgängliche Basis für die Produktion dienen, kann ein Ausfall dieser Systeme noch teurer werden.
Damit Cluster auf gemeinsame Daten zugreifen können, ist ein entsprechender Storage bereitzustellen. Das kann in Form von NAS oder SAN geschehen.
