Das Bearbeiten der Eigenschaften einer virtuellen Maschine erfolgt über die integrierte Oberfläche von VMware. Jedoch scheint es keine Möglichkeit zu geben, die Festplatte zu vergrößern. Das stellt man spätestens dann fest, wenn die Platte voll ist. Mit den mitgelieferten VMWare Tools kann dies aber dennoch realisiert werden. Im Programmordner von VMware ist das Tool “vmware-vdiskmanager” zu finden.
Als Erstes sind alle virtuellen Maschinen zu beenden. Dann ist eine Kommandozeile (Start –> Ausführen/Run –> “cmd.exe” –> ENTER) zu öffnen und wechselt darüber in den Programmordner (“cd \prog*\vm*\vm*“). Um nun die Festplatte auf 10 GB zu vergrößern, wird folgender Befehl ausgeführt:
Win XP.vmdk entspricht in diesem Beispiel der Festplatte, die vergrößert werden soll. Es spielt dabei auch keine Rolle ob die Festplatte dynamisch wächst oder zu Beginn der Speicher allocated wurde. Weitere Optionen gibt das Tool durch Aufruf ohne Parameter aus.
Vorsichtshalber ist vor der Aktion ein Backup durchzuführen.
Da Festplattenvergrößerungen meist durchgeführt werden, weil auf diesen bereits ein konfiguriertes Betriebssystem läuft, welches mehr Speicher bedarf. Im Anschluß muss natürlich die Partition im Betriebssystem auch vergrößert werden. Dazu hilft das Open Source-Tool “GParted”. Damit wird das System von CD-ROM, kann auch als ISO eingebunden werden, gebootet und unter der Linux-Distribution die Partitionsgröße angepasst.
Bei Windows Vista, Windows Server 2008 und neuer muss das über die Datenträgerverwaltung erfolgen. Eine Vergrößerung durch GPartetd führt bei diesen OS zum Fehler, der Gast kann nicht mehr gebootet werden!
Existieren Snapshots von der virtuellen Maschine, schlägt der Vorgang fehl.
Ab VMWare Workstation 6.5 ist Funktion der Plattenvergrößerung bereits integriert.





