Im Laufe der Zeit wachsen die Festplatten auf ihre maximal festgelegte Grenze an. Selbst wenn Dateien auf dem Gastsystem, respektive die Daten auf Festplatte der virtuelle Maschine, gelöscht wurden, verringert sich die Größe der VMDK-Datei nicht. Wird nun der Speicherplatz des Hostsystem beängestend gering, ist eine Verkleinerung notwendig. Mit den mitgelieferten VMWare Tools kann dies realisiert werden. Im Programmordner von VMware ist das Tool “vmware-vdiskmanager” zu finden.
Als Erstes sind alle virtuellen Maschinen zu beenden. Dann ist eine Kommandozeile (Start –> Ausführen/Run –> “cmd.exe” –> ENTER) zu öffnen und wechselt darüber in den Programmordner (“cd \prog*\vm*\vm*“). Um nun die Festplatte zu verkleinern, wird folgender Befehl ausgeführt:
Win XP.vmdk entspricht in diesem Beispiel der Festplatte, die verkleinert werden soll. Es funktioniert nur mit dynamischen Festplatten. Wurde zu Beginn der Speicher fest zugewiesen (preallocated), muss die Festplatte vor diesem Schritt konvertiert werden. Während des Vorgangs reduziert sich die Größe zugleich.
Der numerische Wert hinter dem Parameter -t ist ein festgelegter Wert aus den folgenden Plattentypen:
0 : einzelne dynamische Festplatte
1 : dynamische Festplatte zu je 2 GB gestückelt
2 : einzelne Festplatte mit fest zugewiesener Größe (preallocated)
3 : einzelne Festplatte mit fest zugewiesener Größe (preallocated) zu je 2 GB gestückelt
Nach der Konvertierung muss die alte Festplatte entfernt, die neue eingefügt werden.
Vor der Konvertierung ist unbedingt ein Backup zu erstellen!
Existieren Snapshots von der virtuellen Maschine, schlägt der Vorgang fehl.
Ab VMWare Workstation 6.6 ist der Diskmanager in die GUI verbaut. Das Verkleinern von pre-allocated hard disks geschieht dennoch über das Kommandozeilen-Tool.





